Tenorhorn

Des Tenorhorn des gheat,
zum tiafn Blech,
und wauns ned dabei is,
dann hauma a Pech.

Ein typisches Melodieinstrument ist das Tenorhorn. In Musikkapellen und in böhmisch-mährischen Besetzungen spielt es gefühlvoll die schönsten Melodien. Das hat das Tenorhorn mit dem Flügelhorn gemeinsam, deshalb wird das Tenorhorn auch als „Bassflügelhorn“ bezeichnet. Es gehört aber im Gegensatz zum Flügelhorn zum tiefen Blech. Vom Klang her hat es aber schon mehr mit der Posaune gemeinsam. Vielleicht spielen deshalb manche Tenorist*innen auch Posaune. Im Gegensatz zu Letztgenannter hat das Tenorhorn aber einen weicheren Klang. Weitere enge Verwandte des Tenorhorns sind das Euphonium und das Bariton.

Außerhalb Europas trifft man das Tenorhorn übrigens selten an. Deshalb ist es auch eher in europäischen Orchestern, Musikkapellen und Marschmusiken vertreten. In Rockbands wäre die E-Gitarre das Äquivalent zum Tenorhorn in böhmisch-mährischen Besetzungen. War es noch vor einem Jahrzehnt eher „uncool“, Tenorhorn oder generell tiefes Blech zu spielen, erlebt es heute einen richtigen Hype. Außerdem wühlen immer mehr Frauen die ehemalige Männerdomäne „Tiefes Blech“ auf. Das Tenorhorn ist viel mehr als nur ein Volksmusikinstrument aus dem „Musikantenstadl“! Nein, es macht richtig lässige Musik!